Die Lesung von Hannes Kreschel in der Aula der Riesschule war sehr gut besucht. Als Veranstalter waren wir sehr erfreut über den großen Zuspruch.
Im Mittelpunkt stand die Frage, warum Menschen wütend auf Politik werden und warum diese Wut dazu führen kann, dass sie sich von der Demokratie entfernen. Dabei kamen auch Gegenstimmen zu Wort. Hannes hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig es ist, miteinander im Gespräch zu bleiben, zuzuhören und auch unterschiedliche Meinungen auszuhalten.
Eine fertige Lösung wurde an diesem Abend nicht gefunden, aber das war auch nicht unbedingt das Entscheidende. Was bleibt, ist das Gefühl, dass wir trotz unterschiedlicher Ansichten miteinander im Gespräch bleiben können und dass daraus Zusammenhalt entstehen kann.
Danke an die Riesschule für die tolle Begleitung und Unterstützung, an die Gemeinde Ritterhude für das vielfältige Bild, das sie auch an diesem Abend gezeigt hat, und vor allem an alle Teilnehmenden für diese bereichernden 120 Minuten.
Und an dich, Hannes: Komm gern wieder, aber nun erst mal viel Erfolg auf den weiteren Stationen deiner Lesetour.
„Wutbürger.exe“: Hannes Kreschel im Gespräch über politische Wut und gesellschaftliche Spaltung.
Wie entsteht politische Wut? Warum wenden sich Menschen von Politik und Gesellschaft ab – und was braucht es, damit Menschen mit unterschiedlichen politischen Überzeugungen wieder miteinander ins Gespräch kommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 23-jährige Aktivist, Content Creator, Blogger und Autor Hannes Kreschel. Am 9. September 2026 um 19 Uhr ist er zu Gast in der Aula der Riesschule, Goethestraße 8 in Ritterhude. Hannes Kreschel beschreibt seine Motivation selbst mit dem Wunsch, Menschen wieder für Politik zu interessieren und dort ins Gespräch zu kommen, „wo Meinung auf Mensch trifft“. Dafür sucht er den direkten Kontakt: Er besucht Demonstrationen und politische Veranstaltungen, spricht mit Menschen über ihre politischen Ansichten und versucht, hinter politischen Positionen die persönlichen Geschichten und Erfahrungen der Menschen zu verstehen.
Im Mittelpunkt des Abends steht sein 2026 erschienenes Buch „Wutbürger.exe – Ein Report aus der Rage-Republik“. Dafür ist Hannes durch Deutschland gereist und hat mit AfD-Wählern, Querdenkern, Reichsbürgern und anderen Menschen gesprochen, die sich von Politik und Gesellschaft entfremdet fühlen. Ihn interessiert dabei weniger die politische Zuschreibung als die Frage, woher Wut und Entfremdung kommen: Welche Erfahrungen haben Menschen geprägt? Wann geht Vertrauen in Politik und Gesellschaft verloren? Und was passiert, wenn politische Überzeugungen die Beziehungen zwischen Menschen verändern? Diese Fragen sind für Hannes Kreschel nicht nur Gegenstand journalistischer Recherche, sondern haben auch eine persönliche Dimension. Aufgewachsen in Ostdeutschland, hat er selbst erlebt, wie sich Menschen in seinem Umfeld politisch radikalisierten – auch innerhalb der eigenen Familie. Sein Vater gehört zu jenen, die „quer denken“. Die Auseinandersetzung mit ihm zieht sich als persönliche Ebene durch das Buch: Wie geht man mit einem Menschen um, zu dem man familiär eng verbunden ist, dessen politische Überzeugungen man aber nicht teilt? Aus dieser Spannung zwischen Nähe und Distanz wird bei Hannes zugleich ein Beispiel für eine gesellschaftliche Spaltung, die nicht nur auf Demonstrationen oder in politischen Debatten sichtbar wird, sondern bis in Familien und Freundschaften hineinreicht. Nun bietet sich die Möglichkeit, Hannes Kreschel und sein Buch nicht nur im Rahmen einer Lesung kennenzulernen, sondern anschließend auch mit ihm ins Gespräch zu kommen. Gerade für Schülerinnen und Schüler kann der Abend einen unmittelbaren Zugang zu Fragen bieten, die die politische und gesellschaftliche Gegenwart prägen: Wie entstehen politische Überzeugungen? Warum radikalisieren sich Menschen? Und wie kann Austausch auch dann gelingen, wenn die Positionen weit auseinanderliegen?
Die Veranstaltung auf einen Blick: Hannes Kreschel – „Wutbürger.exe: Ein Report aus der Rage-Republik“ Datum: Mittwoch, 9. September 2026 Beginn: 19:00 Uhr Ort: Aula der Riesschule, Goethestraße 8, Ritterhude Dein Eintritt ist kostenlos und barrierefrei Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch und zur Diskussion. Über Hannes Kreschel: Hannes Kreschel ist 23 Jahre alt und arbeitet als Aktivist, Content Creator, Blogger und Autor. Mit seiner Arbeit möchte er Menschen für Politik interessieren und den direkten Austausch über politische Überzeugungen fördern. Sein Buch „Wutbürger.exe – Ein Report aus der Rage-Republik“ ist 2026 erschienen.
Veranstalter ist die Initiative „Ritterhude ist bunt – Bündnis für Vielfalt und Demokratie“
Demokratie l(i)eben – Ritterhude zeigt Flagge für Vielfalt und Toleranz
Unter dem Motto „Unsere Demokratie braucht DICH!“ lädt das Bündnis „Ritterhude ist bunt“ am Samstag, den 22. August 2026, von 10:00 bis 14:00 Uhr auf den Marktplatz Ritterhude ein. Beide Redner:innen, Helga Trüpel und Andreas Speit, stehen zusammen mit der Initiative „Ritterhude ist bunt“ und allen anderen Teilnehmern bereit, um mit Bürger:innen ins Gespräch zu kommen – für eine lebendige, liberale und widerstandsfähige Demokratie, gegen den (Rechts-)Extremismus.
Warum? Weil Demokratie kein Selbstläufer ist!
In Zeiten, in denen offene Gesellschaften unter Druck geraten, müssen wir alle etwas tun! Hier setzt Ritterhude ein klares Zeichen: Ritterhude bleibt bunt! Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich zu informieren, auszutauschen und gemeinsam für die Werte einzustehen, die unser Zusammenleben prägen. „Lass nicht zu, dass unsere offene, lebendige Gesellschaft zerstört wird!“ – so der Aufruf von Gerd Kopiske als Sprecher des Bündnisses.
Wer ist dabei?
Helga Trüpel, langjähriges Mitglied in der Bremer Bürgerschaft, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorstandsmitglied der UNESCO-Kommission Deutschland (Bremen)
Andreas Speit, investigativer Journalist (Hamburg). Speit schreibt und veröffentlicht regelmäßig Artikel über den Rechtsextremismus in Deutschland
Georg Mikschl, Musiker (Osterholz-Scharmbeck)
Ritterhude ist bunt
Omas gegen Rechts
Partnerschaftskomitee Ritterhude
Parteien
Alle Teilnehmer stehen für Gespräche, Fragen und Diskussionen zur Verfügung – eine seltene Gelegenheit, direkt mit Politikern und engagierten Persönlichkeiten ins Gespräch zu kommen.
10:00 Begrüßung 10:15 Musik von Georg Mikschl zum Aufwärmen 10:30 Zeit für Gespräche 11:00 Rede Helga Trüpel 11:15 Zeit für Gespräche 11:45 Musik von Georg Mikschl 12:15 Rede Andreas Speit 12:30 Zeit für Gespräche 14:00 Ende
Komm vorbei – sei dabei!
Ob du nur zuhören, mitdiskutieren oder selbst aktiv werden möchtest: Jeder ist willkommen! „Demokratie lebt vom Mitmachen – also: Zeig Flagge!“
Veranstaltet von:Ritterhude ist bunt
Kontakt für Rückfragen: Gerd Kopiske, 0171 5488141
Mehr als 30 Personen waren gekommen, um Marno Howald zu hören und zu erleben. Etwas mehr jüngere Menschen hätten wir uns gewünscht, aber dafür war wohl das Angebot an diesem Tag zu vielfältig. Trotzdem war es ein wunderschöner und inspirierender Abend. Die Eröffnungsrede hielt André Hilbers.
Guten Abend, mein Name ist André Hilbers und ich darf Sie im Namen des Bündnisses „Ritterhude ist bunt“ zu diesem Konzertabend begrüßen.
Für alle, die diese Initiative noch nicht so genau kennen, möchte ich ein paar Worte darüber verlieren. Im letzten Jahr wurde sie von einer Handvoll Menschen gegründet, die sich gegen Extremismus jeglicher Art und für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft engagieren wollten. Seitdem ist die Gruppe stetig gewachsen und tritt vermehrt auch öffentlich in Erscheinung, z. B. durch Veranstaltungen wie diese hier.
Der Termin für dieses Konzert wurde nicht zufällig gewählt.
Morgen, am 9. November, jährt sich der Beginn der Novemberpogrome von 1938. Das war damals eine Zäsur, als die zunächst verbale Ausgrenzung und Diffamierung der Mitbürger:innen jüdischen Glaubens umgeschlagen ist in offene Gewalt und letztlich in systematische Verfolgung und Ermordung. Aber es fängt immer mit verbalen Grenzüberschreitungen an. Und heute? Extremistisches, insbesondere rechts-extremistisches bzw. rassistisches Gedankengut verbreitet sich in unserer Gesellschaft derzeit erschreckend schnell und weitreichend – auch dank der Möglichkeiten, die die moderne Informationstechnik, Stichwort Social Media, heutzutage bietet. Wobei der Begriff eigentlich unpassend ist – es sind tatsächlich unsoziale Medien. Aufgrund der Menge an Informationen sorgen sogenannte Algorithmen dafür, dass Filterblasen entstehen, in denen nur noch Inhalte mit ähnlicher Stoßrichtung wahrgenommen werden. Wer sich also nur dort informiert – und das sind immer mehr Menschen –, ist nicht umfassend, sondern einseitig informiert. In diesen Blasen sinkt aber auch die Schwelle dessen, was man sich traut zu äußern, und es scheint, als wäre das die Mehrheitsmeinung. Häufig werden entsprechende Statements eingeleitet mit: „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen…“ Ja, die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Und dennoch muss man sich der Wirkung seiner Worte bewusst sein und Verantwortung übernehmen. Deswegen ist es keine Randnotiz, wenn die Begrifflichkeit des „Problems im Stadtbild“ verwendet wird – denn damit wird ein Narrativ der extremen Rechten bedient. Und wenn man, statt einzuordnen und zu differenzieren, erklärt, dass „unsere Töchter schon wüssten, von wem gesprochen wird“, dann muss man sich der Wirkung und Verantwortung solcher Worte bewusst sein. Wie will man denn diejenigen unterscheiden, die in dritter oder vierter Generation hier leben und voll integriert sind, von denen, die überhaupt nur für Abschiebungen infrage kommen? Angesprochen fühlten sich jedenfalls auch die Angehörigen der ersten Gruppe – und das ist schädlich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die jüdischen Mitbürger:innen dieses Landes waren damals ein integraler Bestandteil der Gesellschaft, z. B. der kulturellen Landschaft. Und da wir heute zu einem Konzert hier sind, nenne ich als Beispiel die „Comedian Harmonists“ – sie bestanden zur Hälfte aus Menschen jüdischen Glaubens. Wie sollte man da differenzieren? Indem man die Schaufenster jüdischer Geschäfte beschmierte, sie einschlug oder Synagogen anzündete. Und indem man diejenigen, die man ausgrenzen wollte, für alle sichtbar einen Judenstern tragen ließ. Ich will nicht behaupten, dass wir heute schon wieder an demselben Punkt sind oder kurz davor. Aber die Methoden derjenigen, die eine Gesellschaft spalten wollen, und die Mechanismen, die zu Ausgrenzung, Hass und Gewalt führen, sind immer die gleichen. Und deshalb heißt es, wachsam zu sein, auf solche Entwicklungen hinzuweisen und deren mögliche Folgen anzumahnen. Das ist die Aufgabe, die sich das Bündnis „Ritterhude ist bunt“ auf seine Fahne geschrieben hat. Einige Vertreter:innen sind heute Abend natürlich auch hier – unter anderem der Vorsitzende – und stehen in der Pause und nach dem Konzert gern zum Gespräch bereit. Weitere Mitstreiter:innen sind herzlich willkommen. Schließen Sie sich also gern der Initiative an, denn es soll auch im nächsten Jahr weitere Veranstaltungen und Aktionen für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft geben.
An dieser Stelle möchte ich mich beim Vorstand und der Pastorin der St.-Johanneskirche dafür bedanken, dass sie ihr Haus für diese Veranstaltung geöffnet und ihr einen so stimmungsvollen Rahmen geboten haben.
Falls Sie sich übrigens wundern, dass Sie keinen Eintrittspreis bezahlt haben – wundern Sie sich zu Recht. Natürlich hat dieser Abend einen Wert, und auch wenn dieser kaum in Euro zu beziffern ist, so wäre es doch erfreulich, wenn Sie diesem Konzert einen individuellen Wert beimessen, indem Sie am Ausgang die bereitgehaltenen Hüte füllen. Wenn Sie dabei Aufmerksamkeit vermeiden möchten, empfehle ich die leise Variante aus Papier.
Nun aber zum heutigen Künstler, an den ich gleich für den Rest des Abends übergeben möchte: Er versteht es wunderbar, Musik und Worte miteinander zu verbinden – mit viel Gefühl und Leidenschaft, von nachdenklich bis eindringlich, von ernst bis humorvoll, aber immer mit einer unmissverständlichen Botschaft. Es sind Botschaften zu den Themen Liebe, Leben und Politik – Botschaften, die gehört werden sollten. Deswegen bin ich froh, dass sich dieser besondere Künstler bereit erklärt hat, den heutigen Abend musikalisch zu gestalten. Er nennt sich selbst einen augenzwinkernden, polarisierenden Liedermacher, der sich voll und ganz seinen Gefühlen hingibt – bitte geben Sie sich nun ihm voll und ganz hin: 🎶 Marno Howald!
Das "Bündnis für Vielfalt und Demokratie - Ritterhude ist bunt" lädt am 8. November 2025 zu einem stimmungsvollen Konzert in die Ritterhuder St. Johanneskirche ein.
Mit Liedermacher Marno Howald werden Themen wie Leben, Liebe und Politik musikalisch und textlich auf den Punkt gebracht. Dabei lässt sich der Künstler weder stilistisch noch inhaltlich dirigieren. Im Gegenteil, es wird kein Blatt vor den Mund genommen und die Dinge werden ironisch-humorvoll beim Namen genannt.
Manchmal mit einem Lächeln im Mundwinkel, manchmal mit Melancholie aber manchmal auch mit der ungeschönten Wahrheit ist Marno Howald ironisch, humorvoll, kritisch, frech, fragend, antwortend, liebend und leidend, autobiografisch und romantisch. Überraschend auf jeden Fall!
Los geht es um 19 Uhr, der Eintritt zum Konzert ist frei; für den Künstler wird ein Hut herumgereicht.
Am 30. August verwandelte sich das Jugendhaus Ritterhude in eine kleine, aber feine Konzertbühne: Die Band OS trat dort live auf. Eingeladen hatte wir, die Initiative Ritterhude ist bunt, die mit dieser Veranstaltung ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Kultur im Ort setzen wollte. Besonders erfreulich: Der Eintritt war frei – ein Angebot, das allen Jugendlichen und Musikinteressierten den Zugang erleichtern sollte.
Von Beginn an sorgten Simon und Ole mit ihrer Mischung aus Pop, Hip-Hop und Rap für gute Laune. Ihre Songs waren energiegeladen, die Beats mitreißend, die Texte voller Rhythmus und Gefühl. Kaum hatten die ersten Takte den Raum erfüllt, wurde mitgewippt, geklatscht und getanzt. Die beiden Musiker verstanden es, die kleine Gruppe von Besucherinnen und Besuchern direkt mitzunehmen und eine entspannte, fast schon familiäre Stimmung zu schaffen.
Schade nur, dass nicht mehr Menschen den Weg ins Jugendhaus gefunden haben – denn wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst. Die Performance zeigte eindrucksvoll, wie viel Herzblut und Leidenschaft die Künstler in ihre Musik stecken. Trotz der überschaubaren Runde ließen sich die Jungs nicht bremsen: Sie gaben alles, spielten ihre Songs mit voller Energie und schenkten dem Publikum einen Abend, der in Erinnerung bleibt.
So wurde das Konzert von OS zu einem besonderen Erlebnis – nicht wegen einer großen Menge, sondern wegen der Nähe, der Authentizität und der spürbaren Begeisterung, die im Raum lag. Ein Abend, der Lust auf mehr macht und zeigt, wie wichtig es ist, solche Angebote in Ritterhude zu nutzen und zu unterstützen.
Erfolgreicher Kinoabend: "In Liebe, eure Hilde" begeistert Publikum
Das Bündnis "Ritterhude ist bunt" lud am 10. Februar 2025 zu einem besonderen Kinoabend ins Hammeforum ein. Gezeigt wurde der eindrucksvolle Spielfilm In Liebe, eure Hilde von Regisseur Andreas Dresen. Die Veranstaltung sollte nicht nur an die historische Widerstandsarbeit erinnern, sondern auch auf die aktuelle politische Situation aufmerksam machen: Der zunehmende Rechtsradikalismus bedroht eine offene und solidarische Gesellschaft. Gemeinsam mit den zahlreichen Besucher*innen wollte das Bündnis eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der heutigen Verantwortung schlagen, Haltung zu zeigen.
Ein bewegender Film über den Widerstand
Der Film erzählt die Geschichte von Hilde Coppi, die gemeinsam mit ihrem Mann Hans der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" angehörte. Die Hauptrollen sind mit Liv Lisa Fries und Johannes Hegemann exzellent besetzt. Eindrucksvoll führt der Film durch das Leben der jungen Widerstandskämpferin, mit häufigen Szenenwechseln zwischen der Zeit vor und nach ihrer Verhaftung. Besonders berührend: Hildes Sohn Hans, der im Gefängnis geboren wurde und bei seinen Großeltern aufwuchs, spricht im hohen Alter von 80 Jahren das Schlusswort des Films.
Große Resonanz und ausverkauftes Haus
Die Veranstaltung stieß auf große Begeisterung. Der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, sogar Notsitze wurden genutzt. Das Publikum zeigte sich tief bewegt von der realen Geschichte und der starken Botschaft des Films. Ohne Happy End, aber mit einer klaren Mahnung an die Gegenwart, hinterließ der Abend einen bleibenden Eindruck bei den Zuschauer*innen.
Mit diesem Kinoabend setzte das Bündnis "Ritterhude ist bunt" ein starkes Zeichen für Demokratie und Zivilcourage. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
"Demokratie in Gefahr " so lautete der Vortrag von Andrea Röpke am 19.11. im Dorfgemeinschaftshaus Platjenwerbe. Sie sprach vor einem bunt gemischten Publikum, der Saal war mit 75 Besuchern, davon auch viele Schüler, sehr gut gefüllt.
Andrea Röpke zeigte an vielen auch erschreckenden Beispielen auf, in welch vielfältigen Facetten der Rechtsextremismus auftritt, gut vernetzt u.a. mit Reichsbürgern, Corona-Leugnern, vielen aus der Esoterik-Szene. Mit immensem Hintergrundwissen machte sie deutlich, dass diese Szene immer mehr Aufwind bekommt und über vielfältige Finanzquellen verfügt. Etliche wohlhabende Geschäftsleute und viele Personen aus akademischen Kreisen zählen dazu. Vielfach werden auch rechtsextreme Meme von vielen Bürger*innen in den sozialen Medien geteilt ohne dass diesen das bewusst ist. Hierfür gilt es zu sensibilisieren.
Im Anschluss stellte sich das Bündnis "Ritterhude ist bunt " und der Zusammenschluss aller fünf Worpsweder Bündnisse vor. Letztere gaben uns viele Hinweise für eine erfolgreiche Tätigkeit des Bündnisses.
Eine lebhafte Diskussion schloss sich an, nur eine Person versuchte erfolglos, mit einem Argument aus der Reichsbürgerszene die Diskussion in seine Richtung zu lenken.
Herzlichen Dank an Andrea Röpke und alle Beteiligten für die gelungene Veranstaltung!
Eine Veranstaltung des Bündnisses "Ritterhude ist bunt" am 19.11.2024 im Dorfgemeinschaftshaus mit Unterstützung des Vorstands des Heimatvereins Platjenwerbe.
Als Referentin ist Andrea Röpke eingeladen. Sie ist mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Expertin für die extrem rechte Szene. Sie recherchiert und berichtet seit Jahren über völkische und rechtsextreme Gruppierungen auf dem Land sowie Ökologie und Esoterik von rechts. Gemeinsam mit Andreas Speit veröffentlichte sie u. a. 2019 das Buch: Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos.
Wir freuen uns über viele Besucher und ein starkes Ritterhude gegen rechte Umtriebe.
Am 06.November 2024 wird der Film "Von der Recherche zum Stolperstein" gezeigt. Beginn ist 19:00Uhr Ort Ritterhuder Mühle Windmühlenstr. 62 in 27721 Ritterhude
Der Film wird im Rahmen der Demokratiewochen im Landkreis Osterholz gezeigt. Diese beginnen am 26.10.2024 und werden vom LK Osterholz organisiert. Hier gibt es weitere Infos.